Presse |
| Hier findet Ihr Presse-Artikel über und von den LE.-Mini´s bzw. deren Fahrerinnen und Fahrer. |
| 1. Wie alles begann... |
| 2. Die LE.-Minis |
| 3. Interview des Studentenradios "Mephisto 97.6" |
| 4. Sächsische "Mini"-Fans erobern die Sonneninsel |
Wie alles begann...Am Anfang gab es ein Bild in einem Buch.Da war ich so ungefähr 10 Jahre alt, stöberte im Bücherschrank meines Vaters und fand ein ziemlich unscheinbares Buch "Automobile von heute" (erschienen im Transpress Verlag Berlin 1968). Darin wurden etliche Automobile der damaligen Zeit aus den sozialistischen Ländern (Trabant, Wartburg, Skoda, Tatra etc.) beschrieben, aber auch (und das war für damalige Verhältnisse in der DDR-Literatur eher ungewöhnlich) eine ganze Anzahl von Fahrzeugen aus Amerika, England, Frankreich, Japan und Italien. Und zwischen dem Fiat 124 und Moskwitsch 408 fand ich ihn: einen Morris Cooper S! Irgendwie beeindruckte mich der Kleine mit seinen winzigen Räderchen, er hatte so etwas von einem Matchbox-Auto, etwas spielzeugartiges... Der Artikel über den Mini erwähnte zwar seine Rennerfolge, sparte allerdings auch nicht mit Kritik (schlechter Fahrkomfort, spärliche Ausstattung, starker Ölverbrauch und Reifenverschleiß). Das war mir allerdings dann doch egal, schließlich wäre für mich als späterer Autobesitzer aus der DDR ein solches Wägelchen ja sowieso nicht zu erwerben gewesen. Zumindest aber das Bild blieb mir in Erinnerung... So vergingen die Jahre, ich wurde 18, ein paar Jahre später kam die Wiedervereinigung, ich machte meinen Führerschein, mein erstes Auto war dann ein Trabbi Kombi, danach ein alter Opel Kadett D, als der nicht mehr wollte, kam ein Peugeot 205. Irgendwann hatte auch dieser sein Leben weitestgehend ausgehaucht, und nun stand für mich mal wieder die Frage im Raum: was fahre ich als nächstes? Auf diversen Automessen hatte ich jedes Mal am Rover-Stand im Mini probegesessen, ein anderes Mal wurde ich Zeuge, als ein Mini-Besitzer seinen Kleinen bei einem Autohaus aus Kostengründen verkauft hat, und ich erinnerte mich erneut an meinen Kindheitstraum. Ich kontaktierte sämtliche Rover-Autohäuser in der Umgebung, wie es denn mit einem bis zu drei Jahre alten Mini aussehe. Ein Neuwagen wäre eher unerschwinglich gewesen, schließlich rechnete ich für meinen altersschwachen Franzosen gerade mal mit der Anzahlung für einen Kredit. Leider bekam ich überall nur den Hinweis auf längere Wartelisten von Mini-Interessenten zu hören. Einige Wochen später zeigte mir ein Arbeitskollege eine Autozeitung, in der auch drei Minis angeboten wurden. Ich griff sofort zum Telefon und kontaktierte alle Anbieter, und am Ende fiel meine Wahl auf einen Kleinen, der in Berlin stand. Gerade mal 1.500 km gelaufen, aus l. Hand, ein Mpi mit Sportspack. Ich regelte per Telefon und Fax die Finanzierung und vereinbarte einen Kauftermin. Ich gebe ehrlich zu, ich wusste nix über den Zustand des Kleinen aber ich wollte ihn haben! An besagtem Freitag fuhr ich mit einem Freund dann nach Berlin, wir gerieten auf der A9 auch noch in einen Stau, die Zeit wurde knapper, ich bat per Handy den Händler, bitte auf mich zu warten, es wurde langsam dunkel, gegen sechs Uhr abends kamen wir endlich an. Auf dem Hof sah ich einen Mini stehen, der sah nicht so gut aus und ich hoffte inständig, dies sei nicht meiner. Der Händler war zum Glück noch da, und wollte mir auch meinen Neuerwerb zeigen. Zum Glück gingen wir dann zu einer etwas abseits liegenden Ecke, die ich vorher nicht einsehen konnte. Und da stand er: ein Mini in anthracite-metallic, mit Sportspack, so wie in der Anzeige beschrieben. Ich unterzeichnete den Kaufvertrag (ja, ohne ihn probegefahren zu haben!), ließ mir noch die Unfallfreiheit schriftlich bestätigen, und setzte mich in MEINEN ERSTEN MINI. Nur losfahren ging nicht! Nach mehreren Startversuchen kam der Händler auf die Idee, das er keinen Sprit drin hatte und schickte seinen Kumpel mit einem Kanister zur nächsten Tankstelle. Dann der zweite Versuch, und siehe da! Er sprang an! Kurze Erklärung des Händlers zu den Bedienelementen (Gänge, Licht etc., es war ja schon finster), und schon ging es los. Ich fuhr zum ersten Mal Mini! Und mein Freund mit seinem Renault Rapid hinterher. An der ersten Tankstelle hielten wir zum voll tanken, und ich musste erst mal meine Beine wieder ausstrecken. Ich war diese Fahrhaltung seit meiner Trabbi-Zeit nicht mehr gewöhnt! Aber es ging ja auch gleich weiter, rauf auf die Autobahn, und es machte irgendwann solchen Spaß, dass ich mich nur mühsam zügeln konnte. Schließlich hatte er ja mit seinen wenigen Kilometern Laufleistung noch einen fast neuen Motor, und da wollte ich die 3.000 U/min nicht überschreiten. Da der Renault meines Freundes aber eh nicht schneller als 120 km/h lief, war das kein Problem. Unterwegs wurde der Kleine noch auf den Namen "Charly" getauft. Zu Hause angekommen, wollte ich gar nicht wieder aussteigen, ich fuhr noch eine Ehrenrunde durch Leipzig, mit einem breiten Grinsen im Gesicht... das war am 06.11.1998. Das anfangs beschriebene Buch ist mittlerweile in meinem Besitz, ich habe es irgendwann einmal meinem Vater abgeschwatzt.
Matthias (alias Minifahrer) aus "MINI" Nr. 123 Februar/ März 2004 |
Die LE.-MinisLeipzig - eine Stadt, die von ihren Stadtvätern gern ins Rampenlicht geschoben wird: Messestadt, Stadt der friedlichen Revolution, Universität, Olympiabewerbung, manches in Stilfragen schon eher peinlich...Was aber scheinbar nicht funktionieren wollte: trotz etlicher Minis, die auf hiesigen Straßen unterwegs sind, schien die Gründung eines Leipziger Miniclubs auf wenig Interesse zu stoßen. Auch ich hatte schon vor Jahren einen Versuch gewagt, aber irgendwann aufgegeben. Gut, einige Leipziger Mini-Begeisterte hatten sich den Werkstattpessimisten angeschlossen, aber es gab weder einen regelmäßigen Stammtisch noch andere Möglichkeiten für Interessierte, sich einmal ganz zwanglos kennenzulernen. Dann kam der Januar 2003 und ich erhielt eine Mail von Katja, einer Minifahrerin aus Leipzig, die einen Leipziger Mini-Stammtisch ins Leben rufen wollte. Scheinbar ging da also doch etwas. Wir trafen uns abends am 05. Februar im "Dubliner", einem Markkleeberger Irish Pub, sieben Leute mit fünf Minis. Und irgendwie stimmte die Chemie. Allen war klar, wir treffen uns wieder, nur die Location wollten wir wechseln, da weder die gelangweilte Bedienung, noch die Getränkekarte "original irish" und nach unserem Geschmack war. Beim zweiten Treff, diesmal im "McCormacks Irish Pub" mitten auf Leipzigs Kneipenmeile in der Südvorstadt, war dann die Gründung eines Miniclubs ziemlich schnell beschlossene Sache. Schwieriger gestaltete sich allerdings die Namensfindung, schließlich sollte sich darin unsere Herkunft genauso wie der Mini, und das möglichst originell, wiederfinden. Es kursierten etliche Ideen, zwei Namen kristallisierten sich als Favoriten heraus, wir konnten uns aber nicht recht einigen und verschoben die Entscheidung auf den nächsten Stammtisch. Zumindest waren wir uns aber darüber einig, uns wieder in diesem Pub treffen zu wollen, auch weil wir dort einen halbwegs abgetrennten Raum für uns hatten. Es nahte der dritte Stammtisch und damit die Entscheidung über den Namen unseres Clubs. Klar war uns nur, sie sollte demokratisch stattfinden. Und so wurde abgestimmt, und das Ergebnis lautete: 5 zu 3 Stimmen für "LE.-Minis". Kurze Erklärung für Uneingeweihte: "LE." steht in Leipzigs Kulturszene für LE(ipzig), eine Anspielung auf L.A. (Los Angeles) und spiegelt ein wenig die hiesige Gratwanderung zwischen berechtigtem Stolz und peinlich provinziellem Größenwahn wider. Der Stammtisch fand nun auch regelmäßig an jedem ersten und dritten Donnerstag statt, über die nächsten Wochen bekamen wir so manch neues Gesicht zu sehen, und die meisten davon blieben bei der Stange. Heute zählen wir ca. elf Mitglieder, zwei Ehrenmitglieder und ein Hund. Mittlerweile treffen wir uns nur noch einmal im Monat, jeden ersten Donnerstag, weil sonst der Terminkalender von einigen etwas überfordert wäre. Außerdem haben wir ja noch unsere Werkstatt in Markkleeberg, wo man fast täglich jemanden von uns beim Basteln antreffen kann. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Der Leipziger Olympiatraum ist mittlerweile ausgeträumt, aber den Leipziger Miniclub, den gibt es! Und jeder, der Interesse hat, ist herzlich willkommen in unserer kleinen Runde. aus "MINI" Nr. 126 August/ September 2004 |
Interview des Studentenradios "Mephisto 97.6"Am 18. August 2004 würdigte das Leipziger Studentenradio "Mephisto 97.6" den Mini. An diesem Tag vor 45 Jahren liefen in Longbridge die ersten Minis vom Band.Hier könnt Ihr Euch den Beitrag mit Statements der LE.-Mini´s downloaden. (MP3, 56kBit, 04:13 min; Größe: 1.730 kByte -> ca. 4min bei 56kBit/s!) von Marcus Engert auf Mephisto 97.6 am 18.08.2004 |
Sächsische "Mini"-Fans erobern die SonneninselBis Sonntag kann jedermann auf dem Flugplatz Peenemünde noch reichlich Kleinwagen bewundern. Die Eigentümer stellen gern ihres Autos vor und haben dazu auch mache nette Anekdote parat.Pennemünde. Schon seit einigen Tagen kann man auf der Insel mehr Autos vom Typ "mini" beobachten als normalerweise. Kein Wunder, machen doch "Mini"-Fans in Peenemünde Urlaub. Und nicht nur das. Im ersten "Usedomer Mini-Camp" vereinen sich die Enthusiasten, um gemeinsam Spaß zu haben, Erfahrungen beim Tunen der Fahrzeuge zu sammeln und um ihr Auto auch mal auf der Rennstrecke des Peenemünder Flughafens "brummen" zu lassen. Organisiert wurde die Veranstaltung von drei sächsischen Vereinen. "The Beanfamily Dresden", "Die Werkstattpessimisten" und den "LE.-Minis" haben sich zu ihrem Treffen auf Usedom zahlreiche Freunde eingeladen. 70 Fans des kleinen Autos, das auch durch Mr. Bean, den bekannten Komiker, berühmt wurde, versammeln sich auf Usedom. Sie kommen aus allen Regionen Deutschlands. Heute sind sie ab 11 Uhr zu einer Orientierungs-Rallye unterwegs. Immer nach StVO! "Wir wollen kein Wettrennen. Unsere Minis werden auf der 120-Kilometer-Tour aber einige schöne Orte der Insel anfahren, sich orientieren müssen, um letztlich in Zichow auf dem Flugplatz zu landen", berichtet Peter Hofmann, einer der Organisatoren des Mini-Camps. Die haben in ihrer Einladung übrigens ausdrücklich auch darauf hingewiesen, dass die Insel Erholungsgebiet ist, und sich jeder Mini-Fahrer auch bitteschön daran halten möge. Rennfahrer und Radaumacher sind sie auf keinen Fall. Sie lieben ihr Auto. Es ist Kult. Ähnlich wie beim Trabbi wird viel an den "Minis" gebastelt. Aber natürlich nicht aus der Notwendigkeit heraus, auch wenn der ursprüngliche "Mini" im Jahr 2000 das letzte Mal vom Band lief. "Es ist ein Spaß-Auto. Ich schaue schon, was hat der andere, was ich nicht habe. Und dann wird fleißig gebastelt und verändert", bestätigt Hofmann. So ist es nicht verwunderlich, dass es den "Mini" in allen Variationen gibt, egal ob als Limousine oder als Pick-Up. Doch auch als reines Familienauto ist der Kleinwagen beliebt. Familie Birnbaum aus Marienberg fährt in seit sieben Jahren. "Es ist unser erstes Auto, Wir haben nach einer Probefahrt sofort gekauft", so der Vater Nils. Sogar der sechsjährige Sohnemann Philipp ist von dem Auto begeistert: "Es ist wie Go-Kartfahren." Auch Familie Koslowski aus Oranienburg hat sich mit dem Kauf ihres Minis einen Traum erfüllt. "Einmal gesehen und sofort in das Auto verliebt", schwärmt Randi Koslowski. Für Usedom haben sich die Rand-Berliner per Los entschieden. "Bei den Minis ist immer was angesagt. Wir hätten auch nach Dänemark fahren können. Doch wir wollten, dass beim ersten Treffen auf Usedom auch ausreichend Minis präsent sind." Von Ralf Edelstein Ostsee-Zeitung Nr. 164/53. Jahrgang, Wochenendausgabe vom 16./17. Juli 2005 |